Liesinger Platz

Liesinger Platz

Wien, Österreich

KURZBESCHREIBUNG:

LIESING MACHT PLATZ

Zwischen den Bauwerken, die in den vergangenen Jahrzehnten am Liesinger Platz errichtet wurden, erscheinen heute, die durch breite Straßen und Verkehr auseinander gerissenen, zusammenhanglosen Platzfragmente, wie zufällig übrig gebliebene Resträume. Sehr vieles, auch sehr Verschiedenes fließt hier zusammen.
Das Ziel unseres Konzeptes zur Neugestaltung des Liesinger Platzes, ist es, eine homogene „Oberfläche“ zu schaffen und dadurch das Platzganze, den Anger, wieder als zusammenhängenden Stadtraum erfahrbar zu machen.

“Die intelligente Plattform”
Das Konzept definiert den Platz als Plattform vielfältigen, urbanen Lebens, als multifunktionalen städtischen Freiraum. Die räumliche Struktur dieser Plattform gibt dem Platz eine neue Dimension und richtet ihn horizontal in die vier Himmelsrichtungen und vertikal zum Himmel aus.

Die Welle
Sie schlängelt sich von der Westseite des Platzes nach Osten, wie eine „Spiegelung“ des unterirdischen Verlaufs des Liesinger Baches an die Oberfläche. Die Welle ist nicht nur Weg, sie ist Promenade, sie ist urbaner Laufsteg.

Die „Gates“
Eine leichte, dem „Wellenverlauf“ folgende Konstruktion, mit fünf Metern Höhe, neun Metern Breite und fast 180 Metern Länge- als ein neues Wahrzeichen, als Attraktion des Liesinger Platzes. In den „Gates“ kann man sich für wechselnde, temporäre Nutzungen andocken: für Feste, Theater und Konzerte unter freiem Himmel, Wochenmärkte und Präsentationen. Textile Membrane als Überdachung, schützen vor Sonne und Regen.

Der Obelisk
Ist eine Leichtbau/Membran – Konstruktion. Er begrenzt den Platz am östlichen Ende zum Busbahnhof hin und eröffnet Richtung Westen eine Inszenierung urbaner Raumfolgen. Der Obelisk ist Wahrzeichen, Signal, Medium, Botschaft.
Seine „Haut“ kann temporär wechselnd u.a. von Künstlern gestaltet werden.
Der Obelisk fokussiert die Bedeutung des Platzes als dreidimensionaler Informationsträger und er verstärkt die vertikale Dimension des Platzes.

Die Ränder
Die Begrenzungen des Platzes werden unterschiedlich thematisiert, als in den Boden eingelassene Lichtpunkte, als Lichtmaste, als begrünten Kante – als Begrenzung zur Straße hin.

Die Oberfläche
Über den Patz wurde ein geometrisches Raster im goldenen Schnitt gelegt. Dieses System und die Texturen der Bodenpflasterungen geben dem Platz weitläufige Größe und gleichzeitig Intimität und Zusammenhalt.

Das Licht
Mit einem Beleuchtungskonzept, das viel mit indirektem Licht arbeitet, einem indirekten Beleuchtungssystem im Verlauf der „Gates“, im Boden eingelassene Lichtpunkte und Lichtmaste wurde versucht, den Platz nicht nur in seiner horizontalen Dimension zu stärken, sondern ihn auch, durch Vermeidung abrupter Übergänge zwischen hell und dunkel, in seiner vertikalen Dimension nach oben – in den Nachthimmel hinein – zu erweitern.

Die Platzmöblierung
Sitzgelegenheiten, Strukturelemente für unterschiedliche Nutzungszonen, Wasserbrunnen, Beleuchtung, Telefonzellen, Toilettenanlagen schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität, welche die soziale Bedeutung des Platzes. Eine Infrastrukturzeile in Leichtbauweise sorgt für urbanen Komfort, indem sie Einrichtungen wie z.B. Rohstoffsammelbehälter räumlich zusammenfasst. Nachts sind diese Glas-begrenzten Zonen Lichtquelle und Informationsdisplay.

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